Eine Prognose für den UniRak kann niemand seriös geben. Was man aber zeigen kann: wie sich der Fonds in fünf echten Krisen seit 2000 verhalten hat — und was eine regelbasierte Absicherung jeweils gebracht hätte. Das ist die beste Grundlage für die Entscheidung, ob Sie halten, verkaufen oder absichern.
Das Wichtigste in Kürze
In der Finanzkrise 2007 bis 2009 verlor der UniRak 35,1 %. Mit einer regelbasierten Absicherung wären es 8,2 % gewesen — nur rund ein Viertel des Verlusts.
Im Dotcom-Crash 2000 bis 2003 fiel er um 34 %, mit Absicherung um 9,2 %.
Im Corona-Crash 2020 hätte die Absicherung dagegen nichts gebracht (−24,9 % mit und ohne): Der Einbruch kam und ging zu schnell.
Der UniRak in fünf Krisen
| Krise | ohne Absicherung | mit STOP+GO |
|---|---|---|
| Dotcom-Crash 2000–2003 | -34 % | -9,2 % |
| Finanzkrise 2007–2009 | -35,1 % | -8,2 % |
| Eurokrise 2011–2012 | -13,6 % | -13,9 % |
| Corona-Crash 2020 | -24,9 % | -24,9 % |
| Inflations-Crash 2022 | -19,7 % | -16,6 % |
Verlust vom Beginn bis zum Ende des jeweiligen Krisenzeitraums, Rückrechnung auf echte Kurse. Simulierte Wertentwicklung — frühere Ergebnisse sind kein verlässlicher Indikator für künftige. Datenquelle: FWW, Berechnung: STOP+GO IQ, Stand 02.10.2026.
Der UniRak im Ruhestand
Wer im Jahr 2000 mit 100.000 € in diesem Fonds in Rente ging und jedes Jahr 4 % entnahm, hätte heute ohne Absicherung noch 53 % des Startkapitals, mit Absicherung 157,3 %.
- Ohne Absicherung: nach 27 Jahren noch 53 % des Startkapitals
- Mit STOP+GO: nach 27 Jahren noch 157,3 % des Startkapitals
Rückrechnung auf echte Kurse (Union Investment Privatfonds GmbH). Entnahme 4.000 € im ersten Jahr, danach jährlich um 2 % steigend. Simulierte Wertentwicklung — frühere Ergebnisse sind kein verlässlicher Indikator für künftige. Datenquelle: FWW, Berechnung: STOP+GO IQ, Stand 02.10.2026.
Halten, verkaufen oder absichern?
Verkaufen im Crash macht den Verlust endgültig — und die besten Börsentage liegen oft direkt nach dem Tief. Aussitzen funktioniert, wenn Sie Zeit haben; nach dem Dotcom-Crash brauchten viele Aktienfonds aber mehr als zehn Jahre zurück zum alten Hoch. Wer in fünf oder zehn Jahren in Rente geht oder schon entnimmt, hat diese Zeit nicht.
Der dritte Weg: den Fonds behalten und vorher festlegen, ab welchem Verlust in einen Geldmarktfonds umgeschichtet und ab welchem Kurs wieder eingestiegen wird. So arbeitet STOP+GO seit 2006, im Schnitt mit ein bis zwei Umschichtungen pro Jahr. Kurslücken, etwa über ein Wochenende, lassen sich auch damit nicht ausschließen.
Steuer-Tipp: Anteile vor 2009 gekauft? Dann bleiben Kursgewinne bis Ende 2017 steuerfrei, und für Gewinne ab 2018 gilt ein Freibetrag von 100.000 € pro Person. Ein Verkauf oder Wechsel ist für die meisten Privatanleger damit steuerfrei — den Freibetrag in der Steuererklärung angeben.
Liegt der UniRak in einer Fondspolice? Viele halten den Fonds nicht im Depot, sondern in einer fondsgebundenen Lebens- oder Rentenversicherung. Dort gelten andere Regeln: Ein Fondswechsel ist meist kostenlos und steuerfrei, eine Kündigung oft teuer. Mehr dazu im Artikel Behalten, beitragsfrei stellen oder kündigen?
Alle beliebten Fonds im Vergleich finden Sie im Fonds-Crashtest.