DWS Akkumula: halten oder verkaufen?

ISIN DE0008474024 · WKN 847402 · DWS Investment GmbH

Eine Prognose für den DWS Akkumula kann niemand seriös geben. Was man aber zeigen kann: wie sich der Fonds in fünf echten Krisen seit 2000 verhalten hat — und was eine regelbasierte Absicherung jeweils gebracht hätte. Das ist die beste Grundlage für die Entscheidung, ob Sie halten, verkaufen oder absichern.

Das Wichtigste in Kürze

In der Finanzkrise 2007 bis 2009 verlor der DWS Akkumula 45,4 %. Mit einer regelbasierten Absicherung wären es 10,8 % gewesen — nur rund ein Viertel des Verlusts.

Im Dotcom-Crash 2000 bis 2003 fiel er um 51,7 %, mit Absicherung um 31,3 %.

Im Corona-Crash 2020 hätte die Absicherung dagegen nichts gebracht (−29,6 % mit und ohne): Der Einbruch kam und ging zu schnell. In einer weiteren Phase hat sie etwas gekostet: Inflationskrise (−15,1 % ohne, −26,4 % mit) — wer aussteigt, steigt manchmal teurer wieder ein.

Der DWS Akkumula in fünf Krisen

Kriseohne Absicherungmit STOP+GO
Dotcom-Crash 2000–2003 -51,7 % -31,3 %
Finanzkrise 2007–2009 -45,4 % -10,8 %
Eurokrise 2011–2012 -21,7 % -14,2 %
Corona-Crash 2020 -29,6 % -29,6 %
Inflations-Crash 2022 -15,1 % -26,4 %

Verlust vom Beginn bis zum Ende des jeweiligen Krisenzeitraums, Rückrechnung auf echte Kurse. Simulierte Wertentwicklung — frühere Ergebnisse sind kein verlässlicher Indikator für künftige. Datenquelle: FWW, Berechnung: STOP+GO IQ, Stand 05.10.2026.

Der DWS Akkumula im Ruhestand

Wer im Jahr 2000 mit 100.000 € in diesem Fonds in Rente ging und jedes Jahr 4 % entnahm, hatte ohne Absicherung nach 25 Jahren nichts mehr. Mit Absicherung wären heute noch 105 % des Startkapitals da.

Ruhestand ab 2000 mit 100.000 € im DWS Akkumula: 4 % Entnahme pro Jahr
0 %50 %100 %150 %200020052010201520202025
  • Ohne Absicherung: Kapital nach 25 Jahren aufgebraucht
  • Mit STOP+GO: nach 27 Jahren noch 105 % des Startkapitals

Rückrechnung auf echte Kurse (DWS Investment GmbH). Entnahme 4.000 € im ersten Jahr, danach jährlich um 2 % steigend. Simulierte Wertentwicklung — frühere Ergebnisse sind kein verlässlicher Indikator für künftige. Datenquelle: FWW, Berechnung: STOP+GO IQ, Stand 05.10.2026.

Halten, verkaufen oder absichern?

Verkaufen im Crash macht den Verlust endgültig — und die besten Börsentage liegen oft direkt nach dem Tief. Aussitzen funktioniert, wenn Sie Zeit haben; nach dem Dotcom-Crash brauchten viele Aktienfonds aber mehr als zehn Jahre zurück zum alten Hoch. Wer in fünf oder zehn Jahren in Rente geht oder schon entnimmt, hat diese Zeit nicht.

Der dritte Weg: den Fonds behalten und vorher festlegen, ab welchem Verlust in einen Geldmarktfonds umgeschichtet und ab welchem Kurs wieder eingestiegen wird. So arbeitet STOP+GO seit 2006, im Schnitt mit ein bis zwei Umschichtungen pro Jahr. Kurslücken, etwa über ein Wochenende, lassen sich auch damit nicht ausschließen.

Steuer-Tipp: Anteile vor 2009 gekauft? Dann bleiben Kursgewinne bis Ende 2017 steuerfrei, und für Gewinne ab 2018 gilt ein Freibetrag von 100.000 € pro Person. Ein Verkauf oder Wechsel ist für die meisten Privatanleger damit steuerfrei — den Freibetrag in der Steuererklärung angeben.

Liegt der DWS Akkumula in einer Fondspolice? Viele halten den Fonds nicht im Depot, sondern in einer fondsgebundenen Lebens- oder Rentenversicherung. Dort gelten andere Regeln: Ein Fondswechsel ist meist kostenlos und steuerfrei, eine Kündigung oft teuer. Mehr dazu im Artikel Behalten, beitragsfrei stellen oder kündigen?

Alle beliebten Fonds im Vergleich finden Sie im Fonds-Crashtest.

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